SRD oder LPD

Funkanwendungen in diesem Bereich wurden vormals

Low Power Device, bzw. LPD genannt

und deren Sprachübertragungs-Varianten gehören als 434/435 MHz Sprechfunk inzwischen auch zu den SRDs, aber deren Nutzung ist nur in wenigen europäischen Ländern erlaubt und in Deutschland hat die Bundesnetzagentur das Inverkehrbringen neuer Sprechfunkgeräte nicht mehr empfohlen. Noch gibt es anmelde- und gebührenfreie Handfunkgeräte im Bereich 433/434 MHz für den Kurzstreckenfunk, sogenannter Jedermannfunk. Diese Geräte gehören zur Gruppe der Short Range Devices. Der Betrieb von LPD-Geräten ist nur in folgenden europäischen Ländern gestattet: Deutschland, Österreich und Niederlande. In Deutschland dürfen LPDs noch in Umlauf gebracht werden, aber die zugehörige Schnittstellenbeschreibung der Bundesnetzagentur empfiehlt, keine Sprechfunkgeräte mehr für den 433/434 MHz in Verkehr zu bringen.
Je nach Umgebungsbedingungen sind mit den zigarettenschachtelkleinen Geräten Reichweiten um 0,5 – 2 km möglich. Die ersten LPD-Geräte kamen 1995 auf den Markt; wurden mittlerweile von den seit 1999 erhältlichen PMR-Geräten überholt, die im Bereich 446 MHz funken und bei gleichem Anschaffungspreis und Abmessungen mit mehr Sendeleistung bis zu 5 km überbrücken können. Da LPD-Geräte zunächst nicht von PMR-Geräten zu unterscheiden sind, achtet man am Besten auf das Zulassungszeichen; während PMR-Geräte lediglich eine 4-stellige CE-Nummer tragen, findet man auf den LPD-Geräten zusätzlich ein "CEPT LPD-D" vor.

LPD-Geräte zeichnen sich durch folgende Merkmale aus:

 
bullet10 mW Sendeleistung
bullet69 schaltbare Frequenzen von 433,075–434,775 MHz
bulletFM (Frequenzmodulation)

LPD-Geräte funken auf einem Gemeinschaftsbereich (ISM), der auch von verschiedenen anderen Geräten und Diensten benutzt wird, z. B. medizinischen Geräten, schnurlosen Thermometern, schnurlosen Kopfhörern. Durch diese gemeinschaftliche Nutzung kann sich die wirksame Reichweite der LPD-Geräte nochmals verringern, da vor störenden Beeinflussungen kein Schutz garantiert wird. Gleichzeitig ist der Frequenzbereich dieses ISM-Bandes auch dem Amateurfunkdienst als Amateurband zugewiesen.

Frequenz Zuteilung In Deutschland

 
Kanal 1 -  433.075  Kanal 2 -  433.100  Kanal 3 -  433.125 

Kanal 4 -  433.150  Kanal 5 -  433.175  Kanal 6 -  433.200

Kanal 7 -  433.225  Kanal 8 -  433.250  Kanal 9 -  433.275

Kanal 10- 433.300  Kanal 11- 433.325   Kanal 12- 433.350

Kanal 13- 433.375  Kanal 14- 433.400  Kanal 15- 433.425

Kanal 16- 433.450  Kanal 17- 433.475  Kanal 18- 433.500

Kanal 19- 433.525  Kanal 20- 433.550  Kanal 21- 433.575

Kanal 22- 433.600  Kanal 23- 433.625  Kanal 24- 433.650

Kanal 25- 433.675  Kanal 26- 433.700  Kanal 27- 433.725

Kanal 28- 433.750  Kanal 29- 433.775  Kanal 30- 433.800

Kanal 31- 433.825  Kanal 32- 433.850  Kanal 33- 433.875

 

Kanal 34- 433.900  Kanal 35- 433.925  Kanal 36- 433.950

Kanal 37- 433.975  Kanal 38- 434.000  Kanal 39- 434.025

Kanal 40- 434.050  Kanal 41- 434.075  Kanal 42- 434.100

Kanal 43- 434.125  Kanal 44- 434.150  Kanal 45- 434.175

Kanal 46- 434.200  Kanal 47- 434.225  Kanal 48- 434.250

Kanal 49- 434.275  Kanal 50- 434.300  Kanal 51- 434.325

Kanal 52- 434.350  Kanal 53- 434.375  Kanal 54- 434.400

Kanal 55- 434.425  Kanal 56- 434.450  Kanal 57- 434.475

Kanal 58- 434.500  Kanal 59- 434.525  Kanal 60- 434.550

Kanal 61- 434.575  Kanal 62- 434.600  Kanal 63- 434.625

Kanal 64- 434.650  Kanal 65- 434.675  Kanal 66- 434.700

Kanal 67- 434.725  Kanal 68- 434.750  Kanal 69- 434.775

 

 

    Hier in der Abbildung ein paar typische LPD - Geräte

 

 

 

Veränderungen an den Geräten sind nicht zulässig